Rahmen rechtwinklig aufbauen — in fünf Schritten
Ein schief zusammengeschraubter Rahmen rächt sich später: Türen klemmen, Verkleidungen passen nicht, Linearführungen laufen schwer. Der Aufwand für einen sauberen Aufbau ist gering, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.
1. Auf einer ebenen Fläche arbeiten
Bauen Sie den Rahmen auf einem Tisch oder einer Werkbank auf, die möglichst eben ist. Jede Unebenheit der Unterlage überträgt sich auf den Rahmen.
2. Profile exakt ablängen
Gegenüberliegende Profile müssen gleich lang sein — schon wenige Zehntelmillimeter Unterschied verspannen den Rahmen. Im Shop geben Sie die Zuschnittlänge deshalb in 0,1-mm-Schritten an.
3. Verbinder zunächst nur handfest anziehen
Setzen Sie alle Verbinder ein, ziehen Sie die Schrauben aber noch nicht endgültig fest. So lässt sich der Rahmen in den nächsten Schritten noch ausrichten.
4. Diagonalen messen
Messen Sie beide Diagonalen des Rahmens. Sind sie gleich lang, ist der Rahmen rechtwinklig. Weichen sie voneinander ab, drücken Sie den Rahmen entlang der längeren Diagonale leicht zusammen und messen erneut.
5. Festziehen und nochmals kontrollieren
Erst wenn die Diagonalen übereinstimmen, ziehen Sie alle Schrauben fest — zum Schluss kontrollieren Sie die Diagonalen noch einmal.
Tipp: Für größere Rahmen lohnt sich ein Anschlagwinkel als Kontrolle in den Ecken. Er ersetzt die Diagonalmessung nicht, deckt Abweichungen aber früh auf.